Karstplateau Larzac

Weite Teile Südfrankreichs sind von Karsterscheinungen geprägt. Als Karst bezeichnet man Gegenden mit porösem, leicht löslichem (Kalk-) Gestein, in denen das Wasser sofort versickert. Typisch sind daher Trockentäler, verschwindende Flüsse, große Höhlensysteme und wasserreiche Quellen mit stark schwankender Schüttung. Weite Hochebenen aus verkarsteten Kalkgestein nennt man in Frankreich "Causse". Die Grand Causses sind besonders charakteristisch für den westlichen Teil der Cevennen.

Der Larzac ist mit einer Erstreckung von 50 mal 25 Kilometer wohl das größte Karstplateau Frankreichs. Er hat eine Höhenlage von zumeist 600 bis 800 Metern und endet im Südosten abrupt mit dem Bergkamm der Séranne. Lange menschliche Besiedlung hat zu einer offenen Weidelandschaft mit Buschwäldern geführt. Traditionelle Nutzung ist die Wanderschäferei.

Das Plateau ist keine Ebene, sondern von Hügelketten und vor allem tiefen Canyons durchzogen. Zum Beispiel hat die Vis, ein teils oberirdisch, teils unterirdisch fließender Fluss eine beeindruckende Schlucht in die Kalksteinschichten geschnitten. Berühmt ist vor allem der "Cirque de Navacelles", ein Felsenkessel mit dem Dorf Navacelles darin. Er ist durch eine von der Vis selbst durchschnittene Flussschleife entstanden.

Die Karstplateaus im weiteren Umfeld von Saint Jean de Buèges gelten als Bereich mit der höchsten Dichte prähistorischer Megalithbauwerke in Frankreich: Dolmen und Menhire, mysteriöse Steinkreise und Reste steinzeitlicher Gräber weisen auf die reiche Vorgeschichte dieser windumtosten Hochebene hin.

 

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